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Große Hufeisennase im Oberen Gericht/Tirol

Eines der am stärksten gefährdeten Säugetiere Europas kehrt nach Tirol zurück

Die Große Hufeisennase gehört zu den bedrohtesten und seltensten Fledermausarten in Europa. Das gilt auch für Österreich. Nur wenige Kolonien aus Österreich können heute noch nachgewiesen werden. „Wir haben seit vielen Jahren immer wieder einzelne Tiere im Tiroler Oberland nachweisen können, konnten uns aber keinen rechten Reim darauf machen, woher diese kommen bzw. ob die Art in Tirol doch noch beständig vorkommt!“ erklärt Anton Vorauer, der Fledermausschutzbeauftragte aus Tirol. Licht in die Angelegenheit erbracht nun eine Forschungsarbeit im Rahmen der „vielfaltleben-Kampagne des Lebensministeriums gemeinsam mit dem WWF, Naturschutzbund und BirdLife“. Michael Dobner von Ecotone hat ein Weibchen mit einem Sender ausgestattet, das in einer Winterhöhle in Tirol gefunden wurde. Es führte ihn und sein Team nach wenigen Tagen bis ins benachbarte Schludern im Vintschgau, wo das Tier gemeinsam mit weiteren 90 Weibchen angetroffen wurde.

„Das ist eine großartige Leistung für eine Fledermaus“ attestieren Vorauer und Dobner. Insgesamt über 50 Kilometer über den Reschenpass muss das Tier geflogen sein. Endlich konnte damit der Nachweis erbracht werden, dass die Einzeltiere dieser europaweit und durch die FFH-Richtlinie der EU geschützte Tierart, die Vorauer seit einigen Jahren zwischen Landeck und Staatsgrenze feststellt, Anschluss an die größeren oberitalienischen Bestände haben.


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